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DR. PHIL. GÜNTHER SCHWARZ

JESUSFORSCHER, ARAMAIST UND THEOLOGE

Wiederherstellung des geistigen Vermächtnisses Jesu

Rückübersetzung

Werke

Wegen der unter Fehler in der Bibel beschriebenen zum Teil schwerwiegenden Fehler der ältesten bekannten griechischen Vorlagen für unser heutiges Neues Testament, hat Günther Schwarz versucht, den aramäischen Urwortlaut wiederherzustellen. Und zwar durch eine spezielle Technik, die von bestimmten Grundannahmen der Rede- und Lehrweise Jesu ausgeht. Aber lassen wir Günther Schwarz selbst zu Wort kommen. Die nachfolgenden Auszüge – leicht gekürzt und an wenigen Stellen geringfügig umgestellt – stammen aus einem bis zu seinem Tod unveröffentlichten Werk aus dem April 2007 mit dem Titel „Jetzt hilft nur noch die Wahrheit – Was Jesus wirklich meinte. Ein Handwörterbuch über den Sprachgebrauch Jesu“. Sie stammen aus dem Teil, der – in einer gesonderten Datei gespeichert – wohl dessen Einführung bilden sollte. [Vorbemerkung der Herausgeber dieser Internetseite]

 

 

 

Das Meiste von dem,

          was die Christenheit glaubt –

               Jesus hat es nicht gelehrt.

     Und das Meiste von dem,

          was Jesus gelehrt hat –

               die Christenheit weiß es nicht.

 

Soviel ist gewiss: Die frühchristlichen Übersetzer und Textbearbeiter, denen die Christenheit den Gehalt und die Gestalt der vier Evangelien verdankt, haben dem Wahrheitsgehalt der Jesusüberlieferung – vor allem seiner Worte, einschließlich seiner Gleichnisse = seinem geistigen Eigentum – vielfach Gewalt angetan. Zumeist wohl ohne sich dessen bewusst zu sein. Denn wie sie in Griechisch wiedergegeben haben, was Jesus in Aramäisch verkündigt und gelehrt hat, das ist überwiegend so falsch übersetzt, dass der von Jesus gemeinte Sinn nur selten erkennbar ist – meistens verursacht durch ungenügende Kenntnis entweder des Griechischen oder des Aramäischen –, sodass es um des wahren Sinnes willen unbedingt korrigiert werden muss.

 

Dass frühe Christen ihre Übersetzungen nicht nur aus einer morgenländischen in eine abendländische Sprache übersetzten, sondern auch aus einer morgenländischen in eine abendländische Geisteswelt, das kam ihnen dabei nicht in den Sinn. Und dass spätere Christen für ihre Übersetzungen eine abendländische Übersetzung von Texten benutzten, die aus einer morgenländischen Sprache und Geisteswelt stammten, auch das war ihnen kaum je bewusst. Das aber hatte verheerende Folgen für die Zuverlässigkeit ihrer Übersetzungen. Warum? Weil die frühen wie die späteren Christen das, was ihnen an Überlieferungen und an Einzeltexten vorlag, nur so wiedergeben konnten, wie sie es (durch ihre Sprache und ihre Geisteswelt verändert), verstehen mussten; und zudem: wie ihre Sprachkenntnisse es ihnen ermöglichten.

 

Dass sie alle trotz dieser ungewissen Vorgaben den ursprünglichen Sinn der Verkündigung und Lehre Jesu getroffen haben könnten, ist unwahrscheinlich. Dass und wie die hiernach unbestreitbar erforderliche kritische Prüfung möglich ist, erfahren die LeserInnen aus diesem Buch. Und zwar mithilfe eines Rückgriffs auf die Sprache, in der Jesus verkündigte und lehrte – das Aramäische. ...

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