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DR. PHIL. GÜNTHER SCHWARZ

JESUSFORSCHER, ARAMAIST UND THEOLOGE

Wiederherstellung des geistigen Vermächtnisses Jesu

Turiner Grabtuch

Werke

Eine unerwartete Bestätigung der Schauungen von Therese Neumann lieferte das berühmte Turiner Grabtuch, dessen Echtheit hoffentlich in den nächsten Jahren auch wissenschaftlich noch bestätigt werden wird. Bislang unbekannte Details der Passion Jesu, die Therese Neumann in ihren Schauungen sah, finden ihre ebenfalls bislang unbekannte bzw. kaum bekannte Entsprechung auf dem Grabtuch.

 

Ein Beispiel ist der Fesselungsgürtel aus Leder mit zwei Eisendornen an der Innenseite, der Jesus bei seiner Verhaftung umgelegt wurde (Schauungen der Therese Neumann aus Konnersreuth, Kapitel „Jesus wird Hannas vorgeführt, dem Althochpriester“, 1. Aufl., S. 98). Therese Neumann sah in ihren Schauungen, wie Jesus dieser Fesselungsgürtel insgesamt dreimal um die Hüften gelegt und wieder abgenommen wurde. Demzufolge müssten auf dem Tuch insgesamt 3 x 2 Stichwunden von den Eisendornen zu sehen sein, jeweils zwei Wunden in gleichem Abstand. Günther Schwarz hat auf dem Tuch nach diesen Stichwunden gesucht und sie auch gefunden. Sie waren in der Tuchforschung bisher so gut wie unbeachtet geblieben. Wahrscheinlich – so schreibt er dazu –, weil es keinen Anlass gab, nach einer Erklärung zu suchen („Hat Jesus überlebt? Jesu Sieg über den Tod – ‚aufgeblitzt‘ auf das Turiner Grabtuch?“, Erster Teil, Erstes Kapitel „Jesus wird verhaftet und dem Althochpriester Hannas vorgeführt“).

 

Vielleicht noch bemerkenswerter ist, was Therese Neumann während der Annagelung Jesu an das Kreuz sah (Kapitel „Jesus wird gekreuzigt – zwischen zwei Zeloten“, S. 136). Sie erzählte, wie einer der Tempelsklaven Jesus einen Strick um das Handgelenk seines rechten Arms band und so lange daran zog, bis der Arm aus dem Schultergelenk ausriss, weil das für den Nagel vorgebohrte Loch im Kreuz nicht passte. Auch das Grabtuch bezeugt, dass der rechte Arm Jesu ausgekugelt gewesen sein muss; man kann es m. E. sogar direkt sehen („Hat Jesus überlebt“, nach der Seitennummerierung im unveröffentlichten Buch S. 33, 65-68, 74 und 201 f.). Falls dieses in der Grabtuchforschung bislang überhaupt bemerkt worden ist, fehlte jedenfalls eine Erklärung dafür. Therese Neumanns Schauung macht nicht nur darauf aufmerksam, sondern liefert auch gleichzeitig eine überaus plausible Erklärung, wie es zur Auskugelung des Armes gekommen war. Da es zu ihrer Zeit noch keine genauen Untersuchungen des Grabtuchs gab, kann man mit Sicherheit ausschließen, dass ihre Schauung durch die Hinweise auf dem Tuch beeinflusst war.

 

Leider durfte Günther Schwarz in der oben genannten letzten Version seines Buches über das Turiner Grabtuch aus dem Oktober 1999 nicht die Schauungen der Therese Neumann heranziehen, sondern musste sich aus rechtlichen Gründen auf wenige Hinweise auf die älteren und wesentlich unzuverlässiger überlieferten Visionen von Anna Katharina Emmerich beschränken. Es existiert aber noch ein Vorläufermanuskript aus Februar 1999 („Jesus brauchte nicht zu sterben – Vergleichende Untersuchungen von Evangelientexten mit den Schauungen Therese Neumanns und dem Turiner Grabtuch“), das einen Abgleich der Schauungen von Therese Neumann mit den Spuren auf dem Grabtuch enthält. Ein weiteres Manuskript, etwa aus November 2000, enthält außerdem auch noch einen ausführlicheren und „brisanteren“ Kommentarteil als im 2012 veröffentlichten Buch zu den Schauungen, mit häufigerer Herausstellung fehlerhafter Bibeltexte und Angabe der Rückübersetzung. Sollten die Erben von Therese Neumann eines Tages ihre Zustimmung erteilen, könnten auch diese Versionen hier veröffentlicht werden.

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